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OCTP Technik & Integration
Die OCTP Funktionalität umfasst die Transformation der Dokument Formate, die Funktionen der Basis-Module sowie eine regelbasierte Workflowsteuerung. Zur Erweiterung der Basisfunktionalität können weitere Services über interne und externe Module hinzugefügt werden.
Im Vergleich zu herkömmlichen Transformationslösungen ist OCTP darauf ausgerichtet, dass sich neben der Konvertierung auch Business Workflow Prozesse mit anderen Softwaremodulen zu einem SOA Composed Service konfektionieren lassen. Die Steuerung des Workflows erfolgt über ein zentrales Regelwerk, das die Verarbeitungsprozesse natürlichsprachlich definiert. Über die Kombination von Modulen und Regeln lassen sich beliebige Verarbeitungsfunktionen abbilden.
Eingabe- und Ausgabeservices
Für die Bereitstellung von Daten und Informationen müssen die Inhalte der Eingangsdokumente analysiert, strukturiert , verarbeitet und für die Wiederverwendung aufbereitet werden. Die OCTP Architektur verfügt für diese Aufgaben über Module, die über eine Rules Engine gesteuert und eingebunden werden. Für die Verarbeitung sind dort der Workflow und die geschäftliche Logik als Regelbasis hinterlegt.
Die Geschäftsdokumente werden OCTP auf der Eingangsseite über einen Web Service bereitgestellt und für die weitere Verarbeitung an den Import Service übergeben. Die Bereitstellung der Eingangsdokumente ist auf folgende Arten möglich:
- das File Transfer Protokoll (FTP) oder Secure File Transfer Protokoll (SFTP),
- den Web-based Distributed Authoring and Versioning Standard (WebDAV),
- das Simple Mail Transfer Protokoll (SMTP),
- oder das Hypertext Transfer Protokoll (http) bzw. Hypertext Transfer Protokoll Secure (https)
Soll z.B. eine Formattransformation ausgeführt werden, so startet die Regelbasis automatisch den Rendition Manager mit den erforderlichen Verarbeitungsmodulen. Über den Plug-In Manager werden alle erforderlichen Komponenten und Werkzeuge während der Laufzeit eingebunden. Schließlich wird das erzeugte Ausgabedokument über einen der folgenden Delivery Service an:
- die aufrufende Anwendung zurückgegeben,
- in ein Dateiverzeichnis eingestellt oder
- an einen anderen Service übergeben (z.B. Versand via E-Mail).
Protocol Layer - Die vorstehenden Ein- und Ausgabeservices sind im Protokoll-Layer zusammengefasst. Als Integrationsansatz stellt die Lösung verschiedene Protokolle zur Verfügung. Das FTP-Protokoll wird für die Batchverarbeitung eingesetzt. Über das SOAP-Interface kann die Plattform in bestehende Business-Applikationen, wie z.B. ECM- und Archivsysteme, Portalanwendungen oder ERP/CRM- Systeme, integriert werden. WebDAV ist ein Protokoll, welches die Verarbeitung aus Desktop-Anwendungen per Drag-and-Drop zulässt. Die SMTP-Unterstützung des Protocol-Layers ermöglicht darüber hinaus die Verarbeitung von Mail-Content.
Transformation Services
Die OCTP Transformation Services beinhalten alle Funktionen, die für die Umsetzung der Daten- und Dokumentformate auf der Eingangs- und Ausgangsseite benötigt werden:
Import Service - Der Import Service steht am Anfang der Verarbeitungskette. Der Dienst übernimmt neben der Erfassung und Registrierung die allgemeine Vorverarbeitung, Strukturierung und Konsolidierung des überführten Geschäftsdokuments. Ab Übergabe des Dokuments an den Import Service beginnt der transaktionsgesicherte Verarbeitungsprozess.
Verarbeitungsservices (Analyzer - Filter - Separator - Classifier - Indexer) - Die eigentliche Verarbeitung der Dokumentdaten erfolgt mittels so genannter Services, die für jede Aufgabe bestimmte Dienste zur Verfügung stellen. Alle Verarbeitungsschritte basieren dabei auf vordefinierten Verarbeitungsprofilen und definierten Regeln, die vom Regelwerk gesteuert werden. Der Analyzer überprüft anhand der Definitionen, ob alle Voraussetzungen für die Verarbeitung der Aufgabe vorhanden sind. Hierzu einige Beispiele für die Verarbeitung der Geschäftsdaten:
- Auftrennung der Dokumente in Objekte; sortieren, zusammenfügen
- selektieren des Inhalts nach vordefinierten Regeln mit dem Regelwerk,
- Perfekte Layout-Wiedergabe und Einbindung von CI Schriften,
- Modifikation der Dokumentstruktur und des Dokumentinhalts,
- Einfügen von Texten und Bildern,
- Ausblenden von Text und die automatische Textausrichtung;
- Klassifizierung und Indizierung vorbereiteter Objekte und vieles mehr.
Rendition Management - Das Rendition Management ist die eigentliche Kernfunktion der OCTP. Das Subsystem besteht aus dem Rendition Manager, dem Plug-In Manager sowie den jeweiligen Converter-Engines. Der Rendition Manager steuert den eigentlichen Konvertierungsprozess auf Basis der Job-Definitionen. Weiterhin steuert er die Zugriffe auf den Plug-In Manager, der in Abhängigkeit vom Business Content- und der Job-Definition die richtigen Converter-Engines aufruft und deren Verarbeitungsergebnisse entgegennimmt.
Plug-In Manager - Der Plug-In Manager fungiert als offene Schnittstelle, über die jedes Format oder technische Erweiterung flexibel in das Gesamtsystem eingebunden werden kann. Plug-In Module können bei der Konvertierung einzelner Dokumentformate verwendet werden. Darüber hinaus können aber auch multimediale Formate wie z.B. WAV und AVI mit hoher Datenkompression verarbeitet werden.

Rules Services
Das Regelwerk ist das Gehirn und die Schaltzentrale der OCTP Verarbeitung. Die Rules Services übernehmen im OCTP die komplette Steuerung aller job- bzw. contentspezifischen Prozesse.
Für die OCTP Konfiguration können Verarbeitungsregeln aller Art definiert und gepflegt werden. In Verbindung mit den eingesetzten Basis-Modulen lassen sich durch das Regelwerk komplexe und ganz verschiedenartige Verarbeitungfunktionen für den Workflow abbilden. OCTP ist als universelles DV-System konzipiert, das sich jederzeit an neue und erweiterte Anforderungen anpassen lässt.
In der dargestellten Form enthält das Regelwerk die Geschäftsregeln für die Verteilung der Dokumente über die unterschiedlichsten Kanäle, die Steuerung der Druckdaten Generierung sowie die OMR und Barcode Generierung für die Porto Optimierung und die Zusteuerung der Beilagen.

Signature und Archive Services
Bei den Signatur- und Archiv Services handelt es sich um Basis-Module, die für den speziellen Anwendungsfall des E-Billing verwendet wurden. Diese Module lassen sich entsprechend der benötigten Gesamtfunktionalität durch andere Basis-Module ersetzen oder ergänzen. Ist die Funktionalität bereits vorhanden, kann diese als externer Service in OCTP eingebunden werden.
Für die Realisierung des Anwendungsbeispiels wurde der Signatur- und Validierungsservice eines Partners in die OCTP Verarbeitung eingebunden. Signaturlösungen anderer Hersteller mit vergleichbaren Funktionen und zu vergleichbaren Konditionen sind auf dem Markt erhältlich und lassen sich ebenfalls für OCTP verwenden. Maßgebend für unsere Entscheidung waren letztendlich unsere langjährigen Erfahrungen aus der Zusammenarbeit in anderen und vergleichbaren Kundenprojekten.
Die verwendeten Archivierungsfunktionen für die PDF/A Rechnungen sind Marktstandards und natürlich konform zu den rechtlichen Bestimmungen gemäß der Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GdPdU). Als Bonbon am Rande ist es vielleicht interessant, dass die geforderte Archivfunktionalität für die Sachbearbeiter Arbeitsplätze sehr elegant mittels einer kleinen und schlanken Web 2.0 Entwicklung gelöst wurde.

Skalierbarkeit von OCTP
Skalierbarkeit ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für den Aufbau einer ECM Infrastruktur. Dies bedeutet, dass die zugrundeliegende Technologie-Plattform größte Datenmengen effizient verarbeiten können muss und gleichzeitig alle Funktionen der Transformation hochperformant erfüllt. Zwei funktionale Eigenschaften von OCTP gewährleisten eine quasi unbegrenzte Skalierbarkeit. Zum einen garantiert dies die SOA-basierende Architektur der EDTP Plattform. Zum anderen gewährleistet das Plug-in Konzept des Rendition Manager Subsystems funktional unbegrenzte Erweiterungsmöglichkeiten.
Eine serviceorientierte Architektur ist per Definition eine konzeptionelle Lösung, die über eine unbegrenzte Skalierbarkeit verfügen soll. Die einzelnen OCTP Web Services können sowohl auf einem einzelnen Server betrieben werden. Oder, wenn es aus Gründen der Verfügbarkeit oder der Lastverteilung erforderlich ist, auch über viele Unix- oder Windows Server verteilt werden. Der OCTP Bus Service steuert die einzelnen Verbindungen entsprechend der definierten Geschäftslogik und unabhängig von der darunter liegenden Hardware.
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